The art of dressing

Man nehme

4 TL Senf
4 EL Balsamico
2 EL Öl
6 EL Gemüsebrühe
Salz
Peffer

Alle Zutaten in miteinander mit dem Schneebesen verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, fertig.

Doch, halt, um diese Art Dressing geht es dann doch nicht.

Oder anders, ich komm noch mal rein…

The art to dress

Eigentlich geht es um’s Anziehen. Denn das ist wohl der Grund, warum uns das Fernsehen regelmäßig mit dem Wetter belästigt. Mal ehrlich: warum sollte man sich mehrmals am Tag sonst fünf Minuten lang die Präsentation von etwas anschauen, dass man sowieso nicht ändern kann ? Weil man sonst nicht weiß, was man anziehen soll. Neben dem Fashion-Problem ist das nämlich ziemlich wichtig. Stellen Sie sich vor, sie haben den Pelzmantel rausgelegt und es ist August. Oder Sie wollen in Badehose ins Büro und das im Januar. Neben einer veritablen Frühverrentung nach Sanatoriumsaufenthalt wäre ihr Ruf natürlich dahin. Jetzt wüsste man ohne Isobarenkarte und Großwetterlage vor den Lofoten natürlich nicht, was man anziehen soll. Wenn man überhaupt genug zum Anziehen hat und nicht schon seinen letzten Spargroschen in Leerverkäufe schottischer Reusenfischeroptionen gesteckt hat. Die versprechen ja stetig steigenden Shareholder-Value, so der Herr Groppke von der Sparkasse Bottrop.

Das deutsche Börsenballett

Shareholder-Value – ja, wozu nerven uns eigentlich diese Hupfdolls vom Börsenfernsehen ? Wen interessiert, das der DAX so und so viel Punkte gut oder schlecht gemacht hat ? Aktien und was diese Finanzmafia sonst noch so erfunden hat werden inzwischen im Highspeed-Handel verschoben, Bruchteile von Sekunden. Da wird sicher niemand warten, bis die Trulla vom Börsenfernsehen ihre Parkettanekdoten von sich gegeben hat. In der Zeit, in der die Hilfsmoderatorin des Finanzgrauens einmal die Mundwinkel nach oben zieht, verbrennen ganze Staatshaushalte und Sozialwesen, irgendwo auf den Datenautobahnen. Die Sie übrigens finanzieren, ebenso wie das Fernsehen, dass uns Langeweile wie Wetter oder Börsenfernsehen präsentiert. Unfernsehen sollte man sowas nennen.

Montag, 8:32 Sparkasse Bottrop

„Guten Tach, Schibulla mein Namen. Ich bin wegen die Volks-Aktien da..die ham’se im Börsenfernsehen für scheisse erklärt“

„Moment…Eeeerwiiiin…dat ist der Herr Schibulla, der ist mit seine Aktien da….“

„Oh, der Herr Investor, er soll gleich ins Direktorenzimmer kommen“

Man sollte erwähnen, dass Herr Schibulla natürlich witterungsgemäß angemessen gekleidet war. Schlumpfkostüm geht ja immer, egal, was die Frau mit den großen Brüsten vom Wetter sagt.

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