Jörg Schieb’s Netzkultur der Werbung

Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkern habe ich jetzt von Jörg Schieb, den ich normalerweise schätze,  weil er fachlich deutlich über der ComputerBild schreibt, gelesen, daß er von Werbeblockern nichts hält. Konkret geht es wohl um irgendeinen Adblocker, der dann doch keiner ist, weil er gegen viel Geld von Google und sonstwem doch die Werbung nicht blockiert.

Das greift viel zu kurz, Herr Schieb. Natürlich verdienen auch Sie irgendwie mit Werbung ihr Geld, als Journalist, was sich eigentlich widersprechen sollte. Denn jedesmal wenn die „Pressefreiheit“ hochgehalten wird, als demokratisches Grundprinzip, dann reibt sich irgendwo eine Werbeagentur kostenlos die Hände. Als Journalist, der hauptsächlich für die öffentlich-rechtlichen Sender arbeitet, sollte Ihnen das schietegal sein.

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Jörg Schieb’s Netzkultur der Werbung

Der Lauscher an der Wand..

Sie entschuldigen, daß ich die NSA-Affäre noch mal aus dem Lager hole, nachdem sie eigentlich vom Lagermeister für Peinlichkeiten, Pofalla, für beendet erklärt wurde.

Aber leider fehlt mir in der anhaltenden Diskussion eine Sache, nämlich die Frage nach der Verantwortung. Danach fragt nicht mal die Presse.
Ansatzweise schobte die doofe Bevölkerung diese natürlich der Kanzlerin zu, die dann aber selbst Opfer wurde. Opfer sind ja nie verantwortlich. Wie praktisch.Die Empörung hielt sich in Grenzen, ausser bei den servilen Arschkriechern der Großen Koalition, die gar nicht genug Vaseline ranschaffen konnten, bei den ganzen Analbergleuten, die sich da tolle Pöstchen verprachen. Vor allem geschah aber eine eigentlich logische Folge nicht. Doch erst ein kurzer Exkurs. „Der Lauscher an der Wand..“ weiterlesen

Der Lauscher an der Wand..

Die Schlacht vom TGV

Juli ’13, 8 km südlich der vom Franzosen gehaltenen Höhe 218

Sie kennen das: Man sitzt in der Bahn, Holzklasse, und natürlich hat der Transportdienstleister an Platz gespart, in der kleinen Dreisatzwelt des Sparens sind 8 gesparte Zentimeter auf 10 Sitze ein zahlender Zusatzplatz.

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Die Schlacht vom TGV

Tante Schnitzel

Sie mögen die Diskussion um das politisch korrekte Schnitzel verfolgt haben, Zigeunersauce, nicht zu verwechseln mit der Sauce zingara der höheren Küche. Die ich Ihnen als Tiefkühlpizzakonsument übrigens mal an Herz und Zunge legen möchte, ebenso wie eine echte Sauce Hollandaise, nicht die aus dem Tatter-Pak.

Aber darum geht es mir ja heute gar nicht. Ich möchte Ihnen heute mal das Schnitzel näher bringen. „Tante Schnitzel“ weiterlesen

Tante Schnitzel

Tweets2Charity

Liebe Spender,

nachdem die SOS-Kinderdörfer ein paar Probleme mit PayPal hatten, wo Eure Spenden so lange rumlungern mussten, hat es nun geklappt. Wie versprochen die Überweisungen im Überblick:

24.02.13 21:27-Schnappschuss24.02.13 21:18-Schnappschuss24.02.13 21:17-Schnappschuss

Wie schon geschriebenpausiert Tweets2Charity damit erstmal, bis ein annehmbares MicroPayment gefunden wurde.

Die Rückmeldungen in der Umfrage sind dazu noch ziemlich dürftig, Flattr bleibt keine Option, man sieht ja oben, das nur 10,88 € übrig blieben, nachdem die Gebühren abgezogen wurden.

Da aber eigens ein PayPal-Konto geschaffen wurde, geht es auch da langsam voran.

Ich halte Euch auf dem Laufenden, ich habe da noch ein paar Ideen.

 

Danke, im Namen der SOS-Kinderdörfer.

Tweets2Charity

Von korrekten Barbies und Neusprech

Ich bin provokant, polarisierend und nicht jedermann’s Meinung.

So verwendete ich im Artikel „Vom Recht eine Ente zu sein“ den Begriff „Neger. Nebenbei noch „Jude“ und „Kommunist“, aber darüber erregte sich bisher niemand. Warum auch immer. Nach Robert Misik und Axel Honneth ist der Kommunismus ja auch langsam wieder salonfähig.

Das N-Wort

Ich klaue mal sinngemäß aus der Wikipedia:

Der Begriff „Neger“ wurde im 17. Jahrhundert eingeführt und mit der verqueren Rassentheorie des 18. Jahrhunderts zunehmend negativ belegt. Die Nazis griffen diesen Begriff natürlich auf, woraus heute allgemein eine ablehnende Haltung zu diesem Wort besteht, auch wenn der Grund zu einer Ablehnung dieses Begriffes lange vor dem 3. Reich datiert.
In einer beleidigenden Konnotation ist er also abzulehnen, wie jede andere Beleidigung.

Ebenso könnte aber jemand beleidigend „Berliner“ sagen, weil er aus Kiel kommt und Berliner nicht mag.

Sagt man nicht, kein Diskussionspielraum“ so sinngemäß @badespassbarbie

Hat sie Recht, zumindest, wenn „Neger“ in einer rassistischen Konnotation verwendet wird. Habe ich nicht, wollte ich nicht. Nun bedient sich die Argumentatorin dabei einer faschistischen Taktik:

Keine Diskussion, meine Meinung hast Du akzeptieren, sonst Feindbild.

und: „Was ich nicht verstehe ist Scheisse“.
Meine Gute, ich habe nichts gegen Menschen, egal, welcher Hautfarbe, Ethnie oder Gesinnung sie angehören. Ich habe allein aus der gleichen Veranlassung aber auch nicht automatisch etwas für sie und ich würde jemanden mit dunkler Hautfarbe nicht wie Sie als „Betroffenen“ bezeichnen, als wäre er bemitleidenswert oder Opfer einer Pigmentkatastrophe. Ich lehne sogar den Begriff Rassismus ab, weil es keine verschiedenen menschlichen Rassen gibt. Aber ich zwinge auch niemanden, dazu „R-Wort“ zu sagen. Verstehen hört nicht beim Begriff auf.
Es ist mir schlichtweg egal, wie jemand aussieht. Allein sein Handeln zählt. Da kann ein Nazi noch so hübsch sein, er ist ein A-Wort, wenn er mir was verbieten will.

Zurück zur Verwendung des N-Wortes in meinem Artikel. In erster Linie war es ein Zitat zur Verdeutlichung der Denkweise der dort genannten „Kleingeistigen“. Wenn Sie Zitate verbieten wollen, bewegen Sie sich im Bereich der Bücherverbrennung.

Haben Sie meinen Artikel verstanden, gerade der vorletzte Absatz liest sich eigentlich recht deutlich,  daß es mir völlig egal ist, wer oder was sie – ja, auch Sie- sind ?

Es ist ihre Sache, wenn Sie sich selbst bestimmte Begriffe untersagen wollen – machen Sie das bei mir oder anderen, sind Sie ein  Sprachnazi, der andere gängelt und ihnen sagen will, was sie „politisch korrekt“ zu sagen haben.
Brennt es Ihnen unter den Nägeln, mich durch die Twitterstraßen zu hetzen, weil ich Unworte gebrauche, wenn auch nur so luschig als Zitat, aber das interessiert den Mob ja nicht, wenn er was zu geifern hat ?

Hirnzensur, von Ihren Gnaden?
Nicht mit mir.

Von korrekten Barbies und Neusprech

Dosenverwandte

Sie kennen sicherlich die Vielzahl an praktischen Frischhaltevorrichtungen. Das sind meistens kleine Plastikschüsseln, in denen Lebensmittel so lange gelagert werden, bis man sie wegschmeißen kann.

Als Angehörige einer  südländisch geprägten Familie – oder zumindest vermute ich das, aufgrund des Verhaltens – sind diese Frischhaltebehälter ein essentieller Bestandteil des innergemeinschaftlichen Warenverkehrs. Denn viele meiner Anghörigen -Alleinüberlebende von verheerenden Hungerkatastrophen- kochen immer für die gesamte Familie. 200 Frauen, Kinder, Nahrungsverweigerer. Für alle.
Da bleibt was übrig, und das wird der verwandtschaftlichen Mischpoke dann in diesen kleinen Kunststoffbehältern mitgegeben.
Damit sie es zu hause wegschmeißen.  Mache ich auch so, die Gulaschkanone will genutzt werden und irgendwo kann man nicht aus seiner anerzogenen Hungerkatastrophenerbschaft.

Das hätte jetzt so seine Bewandtnis und alles wäre schick, wenn nicht über die Zeit daraus ein respektabler Wirtschaftskreislauf geworden wäre. Tante Käthe, die alleinstehend ist und trotzdem Kochlöffel wie Schneeschippen hat, vergibt ihre ungenießbaren Spezialitäten des Morgenlandes nämlich inzwischen in derart billigen Dosen, dass man erst die Dose und dann das darin enthaltene Essen weg wirft, genau in der wirtschaftlichen Reihenfolge.

Gleichzeitig nimmt mein Bestand an kaum zu bezahlender Tupperware und den besseren Klick-Lock-Dosen beständig ab. Diese unverwüstlichen  Dinger, wo Onkel Heinz, wenn er noch unter Käthe’s Essen leiden müsste, gerne mit dem Panzer drüber gefahren wäre, um dann stolz  eine unversehrte „Spezialität“ aus Käthe’s Großküche daraus wegzuschmeissen. Erwischt man Käthe dabei, wie aus ihren umzugswagengroßen Küchenschränken  dutzende meiner unzerstörbaren Frischhaltedosen, sauber gespült, scheppern, dann fand die Oma Käthe „sowieso zu sperrig, die wollte ich Dir lääängst zurückgeben„.

Wahrscheinlich erst, wenn Onkel Heinz mit dem T-34 drüber gefahren wäre, was ihm ja nun nicht mehr vergönnt ist.

„..kriecht man ja schon zwanzich für’n Euro, im Fuffzich-Cent-Laden, unten anne Ecke Hindenburchallee“ fügt sie hinzu, was die Situation entspannen soll, während ich leise fluchend meine kugelsicheren Dosen in Tüten verstaue. Tüten von unter der Spüle. Von Läden, die schon vor 20 Jahren zugemacht haben. So Tüten halten ja auch ewig.

Bei anderen Verwandten spricht sich das rum. Tante Schibulla, die so heißt, weil sie damals den Polen geheiratet hat, oder zumindest dachte das jeder, weil der so hieß, habe ich letztens im 50 Cent Shop gesehen, wo sie 50 Dosen der allerübelsten Sorte kaufte. „Für Käthe“ meinte sie knapp, als ich erst sie und dann abschätzig die Dosen musterte. Ich befürchte: „Für Goldie“ und ich schaute sehr ernst. Sie schaute weg. Da wusste ich, Tante Schibulla hat’s auf meine Dosen abgesehen. Ich zeigte der Verkaufskraft Bilder meiner Verwandten und sie waren alle schon da gewesen.

Ich kaufte 100 schäbige Dosen und legte mir zur Sicherheit ein Puppengeschirr zu, in dem ich zukünftig klitzekleinste Portionen koche.  Wozu ich dann aber den Wandschrank mit den restlichen Dosen noch brauche, weiß ich nicht. Vielleicht fahre ich mal mit dem Panzer drüber.

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Dosenverwandte